Forschung

In dem Forschungsprojekt DryHy werden Technologien und Prozesse entwickelt, um eine ressourcenbewusste, nachhaltige und effiziente Energie- und Stoffwirtschaft zu ermöglichen. Dabei soll relevantes Wissen erworben und verbreitet sowie eine Energie- und Forschungspartnerschaft zwischen Deutschland und Afrika gestärkt werden.

Im Vordergrund steht die Erzeugung von Wasserstoff und Synthesegasen mittels einer Hochtemperaturelektrolyse (SOEC), die mittels erneuerbarer Energien (z.B. Sonnenenergie) angetrieben werden kann. Die Ausgangsstoffe Kohlenstoffdioxid und Wasser, die für die Erzeugung von Wasserstoff und Synthesegasen erforderlich sind, werden mittels einer Direct Air Capture (DAC) Anlage aus der Luft gewonnen. Dadurch wird ein Betrieb der Elektrolyse in trockenen, sonnenreichen Regionen ermöglicht, der die Trinkwasserressourcen schont. Der Elektrolyse nachgelagert wird des Weiteren eine Methanolsynthese betrachtet, um die Prozessroute für e-Fuels zu öffnen. Dadurch werden Wasserstoff und Methanol für die lokale Nutzung wie auch für den überregionalen Transport zur Verfügung gestellt.

Damit das Vorhaben zukünftig in Afrika wirtschaftlich realisiert werden kann, werden ökonomische Analysen die technologischen Untersuchungen begleiten. Dabei stehen neben den Technologien, auch die Akteure, die möglichen Standorte und die erforderlichen Märkte im Fokus. Des Weiteren stellen der Aufbau und der Transfer von Fachwissen eine zentrale Komponente des Projektes dar. Durch Beteiligung von Masterstudierenden und Promovierenden aus Afrika, Lehrveranstaltungen, wie auch Networking mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft wird der Transfer zielgerichtet im Vorhaben integriert.

Das Gesamtvorhaben ist in Form von zwei Projektphasen von jeweils drei Jahren angelegt. Während in der ersten Projektphase die relevanten Technologien vorwiegend einzeln erforscht, ökonomische Analysen durchgeführt und Partnerschaften aufgebaut werden, findet die Fortführung und Vertiefung in der zweiten Phase statt. Dort werden die Technologien gekoppelt demonstriert, Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen detailliert und Kooperationen gestärkt.

Letzte Änderung: 13.05.2024